Hallo, ich sitze gerade hier neben Lia am Pool im Hostel. Es ist 17:50 und die Sonne scheint auf das Blatt. Mir ist aufgefallen, dass ich keine sieben Tage warten kann. Es passiert zu viel. Und ich habe das Gefühl ich vergesse alles, was ich mir für den Blog merken wollte.
So wo habe ich aufgehört? Ah, als wir auf den Flieger gewartet haben.
Der Flug war so naja. Wir sind strahlend in das Flugzeug eingestiegen und konnten es kaum fassen, dass wir jetzt wirklich losfliegen. Das war der Moment wo ich auch so aufgedreht war wie Lia. Wir hatten das Gefühl, dass wir von sehr vielen Mitreisenden angegrinst und angelächelt wurden. Es hat sich so angefüllt als ob wir das erste Mal fliegen und jeder Andere einmal im Monat einen Langstreckenflug macht.

Im Flieger war unser nächstes Highlight ein altes Ehepaar vor uns, so Mitte 70. Die Beiden kamen als letztes ins Flugzeug, da ihr Zubringerflug viel Verspätung hatte. Sie sind dann anscheinend im Dauerlauf zum Gate gerannt. Was uns besonders gefallen hat an denen Beiden war, dass sie in so einem Alter so eine Reise machen. Drei Monate Namibia haben wir später erfahren. Irgendwie fanden wir das besonders mutig und beeindruckend.
Nach und nach verschwand unsere Aufregung und wir konnten uns entspannen. Aber dafür wurde der Flug auch immer schlimmer. So lange wach, viel Aufregung und dann noch diese Sitze und das laute Geräusch vom Flugzeug. Wir waren so fertig und alles tat weh.
Auf dem Flug ist uns auch nochmal bewusst geworden, wie groß Afrika ist. Nach 1,5 Stunden waren wir schon über dem Mittelmeer und dann sind wir ja noch 8,5 Stunden über Afrika geflogen.
Mach ein paar Naps sind wir dann wieder aufgewacht. Die ersten Luken wurden aufgemacht, sodass die Sonnen reinschien. Es gab Essen, welches wir beiden nicht aßen, wir uns beiden schlecht war. Dann hatten wir noch ein bisschen Halsweh. So wurde der Flug zu einem Naja-Flug.
Am internationalen Flughafen Windhoek angekommen war alles sehr besonders und anders. Ich versuche mal zu beschreiben: Der Flughafen besteht aus einem Gebäude, davor ein paar Container. Die Wagen mit Gepäck und Essen usw. wurden von einem Traktor gefahren. Auf dem Rollfeld waren drei Flugzeuge. Eins war unser A330 und dann noch zwei kleine Propellerflieger. Als wir die Treppe runterliefen hatte es 26 Grad und es 9:30. Die Landschaft war hügelig bis bergig und bestand aus Sand, Felsen und kleinen Büschen und Bäumen. Vom Rollfeld konnte man besonders weit schauen. Dazu war es noch sehr still. Vom Flugzeug zum Flughafen Gebäude sind wir gelaufen. Wir wurden von sehr vielen Flughafenmitarbeitern zum Haus gelotst. Alle mit typischem Safarihut gegen die Sonne.


Im Flughafen Gebäude mussten alle Passagiere ein Einreiseformular ausfüllen, welches dann am Schalter abgegeben wurde und mit Hilfe von Pass und Gesicht zum Visum wurde. Wir hatten sehr Schiss, dass wir nicht einreisen dürfen, da wir kein Rückflug gebucht haben. Es lief aber alles super. Jetzt haben wir eine Visum für 45 Tage im Reisepass.
Unsere Rucksäcke lagen schon bereitgelegt auf dem Boden. Beim rausgehen haben wir mitbekommen, dass das Gepäck des netten, alten Ehepaars leider in Frankfurt geblieben ist. Dann ging es für uns los. Hier kam das nächste Problem vordem wir etwas Schiss hatten. Wie kommen wir zum Hostel? Wir hatten über unser Hostel ein Taxi angeboten bekommen zu dem wir ja gesagt haben. Aber wir wussten nicht wo oder wer uns abholt. Nach einigem hin und her wurden wir dann von Frans abgeholt.
Die Fahrt war schon sehr besonders. Alles war anders: die Natur aber natürlich auch der Linksverkehr. Und so fuhren wir eine Dreiviertelstunde bis in die Stadt. Wir beiden kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus und beobachteten die Natur, die Ferienwohnungen der Touristen aber auch die Wellblechhütten der ganz Armen. An beiden Seiten der Schnellstraße waren hohe Zäune gegen Tiere. Was mich besonders verwirrt hat waren die Menschen, die an der Straße gearbeitet hatten. Da gab es alles mögliche: Menschen die für die Polizei gearbeitet hatten und rote Fahnen geschwungen haben zum langsam fahren. Menschen, die Tore bewacht haben oder welche die am Straßenrand aufgeräumt und gebaut haben. Irgendwann kamen dann nach und nach mehr Häuser und schwubs waren wie in Windhoek und am Hostel.
Obwohl es noch vormittags war haben wir nach einchecken und zur nächsten Tankstelle für Bargeld und Etwas zum essen nichts mehr gemacht. Doch eins fällt mir noch ein. Wir waren im Pool, der zum Hostel gehört. Danach ging es uns auch schon um einiges besser.


Am Abend konnten wir dann mit dem ganzen Hostel Abendessen essen. Es gab Indisch welches von einem sehr netten Mann aus Südafrika mit indischen Wurzeln gemacht wurde. Nachdem wir uns voll gefressen hatten fielen wir dann auch schnell ins Bett. Wir waren so müde, dass uns auch egal war, dass unser Mitbewohner im Schlafsaal sehr laut geschnarcht hat.
Morgen Abend kommt noch Windhoek erkunden : )


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