Jetzt ist es so weit: meine Reise neigt sich dem Ende zu. Wir haben heute Mittag das Auto abgegeben und sind jetzt wieder ein einem Hostel. Irgendwie fühlt sich das alles gerade sehr krass an. Erstmal, dass wir unser Haus abgegeben haben, in dem wir jetzt 5 Wochen gelebt haben und jetzt haben wir wieder ein richtiges Bett und eine richtige Dusche, in einem richtigem Haus. Das ist so toll! Was aber besonders krass ist, ist dass ich schon bald in Stuttgart sein werde und es dann einfach nicht mehr weiter geht. Wir haben heute das letzte Mal unsere Klamotten gewaschen und dann alles nochmal aufgeteilt und da hat es sich zum ersten Mal realer angefüllt.
Bevor ich aber nach Hause fliege werde ich natürlich noch berichten, was die letzten Wochen bei uns so passiert ist. Der letzte Blog hat ja bei der Fähre geendet, also geht es hier jetzt weiter.
So standen wir, als einer der Ersten, vor dem Schiff und haben bestimmt nochmal eine Stunde gewartet bevor wir endlich aufs Schiff fahren durften. Wir hatten beide ordentlich schiss, weil wir noch nie mit einem Auto auf eine Fähre gefahren sind und dann mussten wir noch ein Deck hoch fahren, aber alles klappte und wir waren stolz auf uns. Nachdem alle aufs Schiff gefahren sind ging es dann irgendwann los: Erstmal noch in die Bucht vor Wellington, dann aufs offene Meer, bis wir langsam durch die kleinen Fjorde der Südinsel gefahren sind. Besonders wegen dem letzten Teil der Fährfahrt wird sie auch als einer der schönsten der Welt bezeichnet. Ich fand die turkisene Farbe vom Wasser besonders schön und beeindruckend, die man auf dem zweiten Bild sieht.


In Picton, der Hafenstadt auf der Südinsel, sind wir schließlich 3,5 Stunden später angekommen. Hier kauften wir noch einmal ein, da es für uns mal wieder ins Nichts ging. Unser Plan war es, dass wir nach Nordwesten fahren um uns hier die Küste anzuschauen. Bis ganz hoch wollten wir aber nicht fahren und so wurde unser Schlafplatz ein süßer Platz auf dem Weg. Auf der Fahrt dorthin hatten wir mal wieder eine so tolle Aussicht auf das Meer. Besonders die Fjorde mit dem Nebel waren sehr schön. Hier im Bild kann man vielleicht die mystische Stimmung erkennen:


Am nächsten Tag sind wir dann bis zu einem kostenlosen Platz für die Nacht gefahren, der am nächsten zu unserem eigentlichen Ziel war. So konnten wir den ganzen nächsten Tag an der Küste genießen. Hier mal ein paar Bilder:






Beim Bild, auf dem Lia so schön rennt haben wir versucht das bekannte Windows-Hintergrundbild nachzustellen. Hier wurde er nämlich aufgenommen. Die Küste war wunderschön: es hat die ganze Zeit gewindet und es war ein richtig wildes Wetter, aber es war toll. Besonders, als wir auf dem grünen Wiesen gelaufen sind und das Meer von oben sehen konnten war es toll.
Auf dem Rückweg haben wir uns noch kurz Quellen angeschaut. Auch hier war es sehr schön.

Jetzt war für uns der Norden der Südinsel abgehackt und wir haben uns ein nächstes Ziel gesetzt: Wanaka. Wanaka liegt schon viel weiter unten, genauer gesagt in der Mitte der Südinsel, aber fast an der Westküste. Nur die Hohen Berge trennen die Stadt und das Meer. So sind wir die Westküste heruntergefahren. Ganz entspannt, sodass wir immer anhalten konnten, wenn es schön wurde. Der obere Teil der Küste war besonders schön. Die grüne Natur an den Hängen und dann das freie Meer hatten einen ganz tollen und eigenen Vibe.
Auf dem zweiten Bild ist ein Weka zu sehen, welches ich auf jeden Fall vorstellen muss. Es ist ähnlich wie ein Kiwi, also auch ohne Flügel aber es ist nicht so selten wie ein Kiwi. Kiwis sieht man fast nie in der freien Wildbahn und Wekas sieht man an jedem Rastplatz. Immer wenn wir irgendwo angekommen sind kam eines her und wollte etwas zu essen haben.
Auf den Bildern sind noch die sogenannten Pancake-Rocks, ein sehr schöner vollkommen türkis farbenreicher Fluss und der Franz Josef Gletscher zu sehen. Hier hatten wir auch noch Halte oder sogar Übernachtungen gemacht. Als wir beim Franz Josef Gletscher waren, war das Wetter leider gar nicht gut und so haben wir den Gletscher nicht sehen können. Für uns Alpenkinder war es aber nicht so schlimm. Wir haben ja schon einige Gletscher gesehen. Für uns war die Natur und die bewaldeten Hänge außen herum viel interessanter.











Nachdem wir am Franz Josef Gletscher übernachtet hatten fuhren wir das erste Mal mit unserem Auto richtig in die Berge. Richtung Wanaka muss man in das Landesinnere und über die Gebirgsketten am Meer fahren. Wir sahen das erste Mal richtig viel Schnee auf den Bergen und es wurde immer kälter. Der Schnee, den wir dort gesehen hatten war aber nichts im Gegensatz dazu, was wie später gesehen haben.


Etwas außerhalb haben wir in Wanaka auf einem riesigen Parkplatz übernachtet, auf dem im Sommer die Hölle los sein soll. Hier bleiben wir ein bisschen, weil wir mal wieder einkaufen, tanken und duschen mussten. Und wir haben uns natürlich auch noch die Stadt angeschaut. Die Stimmung hatte uns sehr ans Ski fahren erinnert, weil überall Ski Läden waren und man in der Ferne die weißen Berge gesehen hatte. Ich glaube Lia hatte auch zu diesem Zeitpunkt entscheiden, dass sie auch Ski fahren möchte
Eine Wanderung haben wir auch noch gemacht. Die Wanderung heißt Royals Peak und geht, mal wieder sehr steil, einen Berg in der Nähe hoch. Man kann während der ganzen Wanderung den See und die umliegenden Berge sehen was natürlich sehr schön ist. Kurz vor dem eigentlichen Gipfel gibt es einen Aussichtspunkt, der sehr bekannt ist. Hier haben wir uns zum Glück entscheiden noch weiter zu laufen. Als wir oben angekommen waren war alles voller Schnee und es war kaum vorhersehbar, dass unten noch ganz anders Wetter war.
Unten angekommen waren wir so hungrig, dass wir einen der besten Burger gegessen hatten und er war so wichtig!







Der nächste Halt unserer Reise war Queenstown. Eine sehr süße Stadt am See. Von hier aus möchte Lia dann Ski fahren. Wir haben von hier aus unsere Tour bei einem der berühmtesten Sehenswürdigkeiten in Neuseeland gebucht und geplant und zwar die Milford Sound. Das ist ein Fjord, der wirklich sehr einzigartig ist. Ihr werdet weiter unten verstehen warum 🙂


Es war weit zur Milford Sound, aber der Weg war trotzdem sehr schön. Ein wirklich schöner Stellplatz war dieser hier, hier konnte man Abends wunderschön die Sterne sehen und es hatte allgemein eine sehr schöne Stimmung dort.

Am nächsten Tag hatten wir eine lange Fahrt vor uns. Am Abend kamen wir bei einem Campingplatz an, der bis hierhin der kälteste war. Wie man auf dem Bild unten sieht, war alles voller Eis: die Bäume, die Wiesen, die Sträucher. Es war so kalt. Ich frage mich jetzt wirklich, wie wir hier kochen konnten.




Der nächste Tag sollte ein großer werden. So fuhren wir am frühen Vormittag in Richtung Milford Sound. Alle fuhren extra langsam, wegen der Kälte. Wir hatten Glück, dass wir genügend extra Zeit eingeplant hatten. Nicht weil wir so langsam fahren mussten, sondern weil wir mehrere Male Staunen angehalten haben und schauen und Fotos machen mussten. Drei der Bilder sind diese hier:



Unten am Meer angekommen mussten wir noch ein bisschen warten und dann ging es für uns los aufs Wasser. Ich weiß gar nicht, was ich hier zu viel sagen soll. Ich kann einfach sagen: es war toll. Ein wirklich ganz tolles Erlebnis!








Nachdem wir unsere tolle Bootstour gemacht hatten fuhren wir wieder zurück. Diesmal noch ein bisschen weiter, als der kalte Platz, bei dem wir die letzte Nacht waren. Wir haben uns die letzten Nächte auf unserer Reise dann öfter mal einen richtigen Campingplatz gebucht. Hier war es dann nachts nichts so unerträglich kalt, weil man warm duschen und in einer Küche kochen konnte.
Von diesem Punkt aus hatten wir nur noch zwei Orte, die wir ansteuern wollten: den Mount Cook und den Lake Tekapo. Der Mount Cook ist der höchste Berg Neuseelands und er gehört auch zu den Highlights von vielen Reisenden. Beim Lake Tekapo gibt es eine Therme, von der man die Schneeberge und den See aus den heißen Becken sehen kann.
Bis zum Mount Cook und zum Lake Tekapo war es aber noch einiges an Strecke. Wir mussten den ganzen Weg bis nach Wanaka wieder fahren. Hier übernachteten wir ein viertes Mal an unserem Stellplatz und dann ging es am nächsten Tag nochmal ordentlich weiter nach oben. Als wir am Abend an unserem Platz angekommen sind, war es so neblig, dass wir uns gar nicht vorstellen konnten, dass wir den Berg überhabt sehen können. Am nächsten Tag wollten wir es trotzdem mal probieren und so sind wir den See etwas weiter hoch gefahren. Irgendwann war der Nebel plötzlich weg und wir sahen die Berge, die wir die ganze Zeit hätten sehen können. Es war plötzlich vollkommen Winter und das war total schön.
Als wir am Berg angekommen sind konnten wir so richtig durch den Schnee stapfen. Wir wanderten einen schönen Wanderweg durch den Schnee in Richtung Berg. Leider war schon nach ein paar Kilometern Schluss. Wahrscheinlich wegen dem vielen Schnee wurde der Weg geschlossen.





Der Lake Tekapo war gar nicht weit weg, sodass wir noch am Nachmittag weitergefahren sind. Da der See auf einer Hochebene ist war hier wirklich überall Schnee. Plötzlich war alles richtig winterlich. Wir haben die Tage hier sehr genossen. Besonders die Therme mit der wunderschönen Aussicht war toll. Es war aber so ein bisschen ein hin und her, weil es auf der einen Seite echt wunderschön war und auf der anderen Seite war es nachts so krass kalt, dass es kaum zu ertragen war. Vom Baden war Lias Bikini noch etwas nass, sodass er am nächsten Morgen gefroren war und er sich wie eine Gipsfigur angefühlt hatte.





Nach zwei Nächten in der Kälte mussten wir aber weiter. Wir haben schließlich noch eine Nacht in Geraldine übernachtet, einem Ort eine Stunde weiter Richtung Christchurch, welchen wir französisch ausgesprochen hatten. Der nächste Stop war kurz vor Christchurch, direkt am Meer und dann waren wir zwei Tagen in Christchurch in einem Holiday Park. Von hier aus waren wir in der Stadt und wir haben das Auto schonmal fertig gemacht fürs Abgeben.






Christchurch hat mir wirklich sehr gut gefallen. Hier war Leben und irgendwie hatte es hier eine gute Stimmung. Nach zwei Nächten in einem Hostel, welches das beste Hostel war, was ich je gesehen hatte muss ich leider Lia verlassen. Jetzt bin ich schon in Auckland, von wo mein Flug morgen Mittag geht und alles ist schon wieder besser aber es war sehr hart.
Morgen werde ich die Nacht am Flughafen in Doha verbringen und dann möchte ich nochmal, in einem eigenen Post, über meine Gefühle und Gedanken auf der Reise und besonders jetzt sprechen.
Tschüss

