Busfahrt nach Swakopmund

Am Donnerstag den 5.12.2024 ging es mit dem Bus Richtung Meer. Genauer gesagt nach Swakopmund. Wir freuten uns sehr, dass es jetzt raus aus Windhoek geht. Der Bus fährt von der Hochebene, in der Windhoek liegt, durch die Namibwüste an den Atlantik. Windhoek liegt auf 1655 Metern. Deshalb fahren wir quasi nur runter.

Ich mache mal einen kleinen Rückblick nur mit Bildern:

Warten bis wir los können
Auf Taxi warten
Busunternehmen
Keine Beinfreiheit

Die Fahrt war echt spannend! Am Anfang ging es durch Vororte von Windhoek, die echt ein bisschen spuki waren. Viel Industrie, mysteriöse Menschen die am Fahrbahnrand standen und und und. Aber unser Fahrer raste an allem vorbei. So führen wir über die Autobahn, die je zwei Spuren hatte aber so breit war, dass mindestens 4 hingepasst hätten. Relativ am Anfang haben wir unser erstes, besonders Tier entdeckt: ein Affe. Der Affe rannte einfach so über den Mittelstreifen. Andere Tiere waren ein paar Sträuße, Gazellen und jede Menge Termitenhügel. Manch einer war sogar fast auf der Straße. Sonst gab es noch einige „normale“ Tiere zu sehn: Ziegen und Kühe.

Die Landschaft war am Anfang noch ein bisschen grüner und wurde nach der Abzweigung Richtung Namibwüste wirklich sehr rau. Eine typische Wüste war es nicht. Also nicht mit richtigen Sanddünen, sondern eher wie eine karge Landschaft auf einem anderen Planeten. Viele Steinbrocken, die am Weg und auf der weiten Fläche lagen, aber auch große Felsen und sogar Berge. Alles in einem sandigen Farbton. Dazu kommt: es war gefühlt überall Sand und Staub. In dieser Landschaft gab es dann nichts außer unsere Straße, einer Bahnstrecke und wirklich selten eine kleine Stadt mit Raststätte. Richtung Ende, also näher am Meer gab es dann mehr und mehr Industrie. So schlängelte sich eine große Gaspipeline an unserer Straße entlang.

Diese Landschaft machte uns echt müde, sodass die Augen nach und nach zufielen.

Der Bus brauchte ungefähr 4,5 Stunden. Ein Zwischenstopp zum pinkeln und Snacks kaufen war noch inklusive.

Unser Bus, Gepäckträger und Lia an der Raststätte
Güterzug durch die Wüste

Unser erster Eindruck von Swakopmund war eher negativ. Im Nachhinein lang es wahrscheinlich daran, dass wir zuerst durch das Industriegebiet gefahren sind, es waren so große Straßen, wir wussten nicht wohin, es hatte plötzlich nur noch 17 Grad und wir waren sehr müde. Ich persönlich habe die Stadt aber die nächsten Tage in mein Herz geschlossen. Was uns direkt aufgefallen ist, war der deutsche Einfluss. Bei zum Beispiel den Häusern, Straßennamen oder den Menschen. So hat Lia gesagt, dass es sich bisschen anfühlt wie auf einer Nordseeinsel.

Es ging am Abend dann noch ins Hostel und zum Supermarkt. Die Besitzer des Hotels waren natürlich wieder Deutsche.