Hier bin ich endlich mal wieder. Ich erzähle euch jetzt mal wie unsere Zeit hier auf Sansibar war. Also generell kann man erstmal sagen, dass es wirklich sehr schön war. Wie ein kleiner Urlaub und irgendwie auch eine gute Mischung aus: Sachen unternehmen und chillen.
In unser Hostel in Jambiani, im Osten von Sansibar, fing unser Trip auf Sansibar an. Hier bleiben wir glaube ich sogar 5 Nächte. Das Hostel war sehr klein aber echt süß. Das Frühstück war toll, die Menschen waren nett und es gab sogar einen großen Pool. Das Meer war aber auch nicht weit weg. Vom Hostel gab es an jedem Tag eine Aktivität, bei der man sich anschließen konnten, so haben wir direkt am zweiten Tag eine Schnorcheltour gemacht. Die Fische und Seesterne, aber vor allem das Wasser war echt toll. Die Farbe und das klare Wasser: Wow!




Am nächsten Tag sind wir dann in eine Höhle gegangen. Der Eintritt war zwar mit 20$ pro Person schon sehr viel, aber es hatte sich auf jeden Fall gelohnt. Irgendwie war es wie ein Wellness Aufenthalt und nicht wie so eine typische Touristenattraktion. Hier auch mal ein paar Bilder:


Das waren eigentlich unsere einzigen richtigen Touren. Die nächsten Tage waren wir meistens einfach nur am Strand oder sind selbst irgendwohin gefahren. Andere typische Touren wäre eine Delfintour oder mit Schildkröten schwimmen gewesen, aber wir haben gehört, dass die Tiere dort nicht gut behandelt werden, also haben wir es gelassen. Und wir werden ja noch ein paar mehr Chancen bekommen Delfine und Schildkröten zu sehen.
Unser nächster Stop war dann Paje. Hier ist alles ein bisschen größer. Es gibt mehr Läden, Restaurant und Buden oder auch Bars und Clubs. Paje ist eigentlich so der Ort für junge Menschen und Backpacker, deshalb ist die Stimmung echt um einiges besser gewesen als später oben in Nungwi bei den großen Hotels. Die Tage in Paje verbrachten wir am Strand, im Hostel oder in verschiedenen Restaurants. Das tolle war, dass man sich nach und nach so einen kleinen Alltag aufbauen konnte. So waren wir immer da Essen oder immer dort am Strand. Eine erzählenswerte Sache ist noch, dass wir Kite-Surfing ausprobiert haben. Das hat eigentlich echt Spaß gemacht, aber um richtig Kite zu surfen hätten wir einen sehr teueren Kurs machen müssen und das wollten wir dann wegen dem Geld und der Zeit nicht machen. Ich hab aber leider keine Bilder vom Kitesurfing. Hier aber mal ein paar andere aus Paje:





In Paje hatten wir uns dann ein Roller für 3 Tage gemietet und sind etwas weiter hoch gefahren. Wir haben hier bei einer sehr süßen, alten Amerikanerin in einem kleinen Häuschen übernachtet. Das Haus war wirklich direkt am Meer. Das Meer war irgendwie nochmal etwas besser, aber irgendwie war uns dort zu wenig los. Jetzt nicht so schlimm, aber eben auch nicht so, dass wir gerne länger geblieben wären. Und als wir wieder in Paje ankommen sind haben wir uns direkt wieder heimisch gefühlt.





Die Zeit wurde nun immer knapper und so gingen wir erstmal nach Stone Town, die Hauptstadt von Sansibar und dann ganz hoch in den Norden nach Nungwi. Die Busfahrten waren mal wieder legendär. Wieder einmal im engen Minibus, bei gefühlten 40°C durch irgendwelche Dörfer tuckern. Richtung Nungwi hatten wir dann aber sogar einen premium Seat direkt vorne beim Fahrer.

Nungwi fanden wir beide nicht so toll. Es war um einiges voller als überall zuvor. Dann waren hier ganz andere Touristen, die dann natürlich auch wieder viel mehr Menschen anlocken, die einem eine Tour oder Souvenire andrehen wollen. Zum Glück hatten wir einen kleinen Strandabschnitt gefunden, der viel schöner und chilliger war. Hier haben wir dann unsere Tage verbracht. Mittags im lokalen Fischrestaurant und abends im schicken Touri-Restaurant. An dem kleinen Strandabschnitt gab es endlich mal größere Wellen; das war ein tolles Gefühl.




Und dann ging es schon wieder zurück: zurück nach Stone Town. Diesmal in ein bisschen zentraleres Hostel. Hier haben wir nicht besonders viel gemacht. Eigentlich bestanden die zwei letzten Tage nur aus essen und chillen. Wenn man das Essen nicht richtig lange suchen muss, wie wo anders in Afrika, dann ist das wirklich toll; es gibt nichts was man machen muss. Mir hat hier in Stone Town besonders die Stadt an sich gefallen. Die kleinen Gässchen in denen sich so viel Leben abspielt und auch die alten leicht orientalisch angehauchten Häuser, das war toll. Hier mal eine kleine Auswahl an Bilder von den beiden Malen in Stone Town:






Und dann war unser Urlaub schon vorbei und vor allem war unsere Zeit in Afrika vorbei. Auf dem Weg zum Flughafen waren wir natürlich wieder vollkommen aufgeregt und glücklich. Im Flughafen war alles normal: Gepäck abgeben, Sicherheitskontrolle, ausstempeln, warten, Boarding und abheben. Mein letzten Schritt auf afrikanischem Boden habe ich natürlich ordentlich zelebriert. So ging es dann spät abends nach Dubai und mittags weiter Richtung Sri Lanka.
Rückblicken kann ich über Sansibar sagen, dass die Strände wirklich wunderschön sind und wir sind froh, dass wir dort gewesen sind. Ich muss aber sagen, dass ich nicht wirklich verstehen kann, warum man als Urlaub nach Sansibar fliegt. Das Wasser und die Strände sind irgendwie der einzige Grund, den ich nachvollziehen kann, weil sonst gibt es echt nicht viel zu sehen. Es gibt, bis auf Stone Town keine wirklichen schönen Städte oder andere kulturellen Orte und die Landschaft ist bis auf den Strand auch nicht wirklich toll. Ich mache dann lieber irgendwo in Italien Urlaub. Das ist sowieso eine große Erkenntnis. Europa ist echt toll und schön.
Eigentlich wollte ich jetzt noch ein Rückblick oder ein Fazit über unsere Zeit in Afrika schreiben, aber dass würde wirklich viel zu lange werden. Gerne erzähle ich in Stuttgart ganz viel.
Tschüssi und tut mir leid für die Verspätung. Sind jetzt schon ein paar Tage in Sri Lanka.

