Nachdem wir in Tangalle, unserem ersten Ort an der Küste, einige Tage waren ging es für uns weiter. Das bedeutete: All unser Zeug in unsere Rucksäcke packen, tschüss sagen und ab in den nächsten Bus. Der Bus brachte uns in ungefähr eineinhalb Stunden nach Midigama.

In Midigama waren wir erstmal in einem Hostel, welches im Thema Science-Fiction eingerichtet war. Uns hat das Hostel dann aber doch nicht so gefallen, dass es uns das Geld wert war und so sind wir in ein Gästehaus umgezogen. Viel besser war es dann auch nicht, aber es war sehr viel günstiger.
Was aber wirklich sehr toll war, war der Ort. Midigama war ganz klar mein Lieblingsort in Sri Lanka. Der kleine, süße Ort bestand aus einer großen Straße am Meer entlang und einer Querstraße, die ins Land führt. An den Straßen waren normale kleine Häuser, ein paar kleine Restaurants und Gästehäuser. Dazu gab es noch eine kleine Bahnstation mit Bahnübergang und zwei Bushaltestellen, mit denen man nach und raus aus Midigama kommt.
Die Stimmung hier war echt besonders. Genau weiß ich nicht woran das lag – vielleicht lag es an den vielen Surfern oder daran, dass sich hierher kein unangenehmer, stressiger Tourist verlaufen hatte. Vielleicht war es auch die Größe oder der schöne Strand. Oder dass die Einheimischen auch so entspannt waren?Warum genau weiß ich nicht – ich vermute aber mal, dass es irgendwie an allem lag.
So verbrauchten wir unsere Tage hier am Strand. Wir hatten mal wieder unser Stammlokal gefunden, zudem wir ein bis zweimal am Tag hingingen. Die anderen Male haben wir es dann im hippen Café ein Ort weiter krachen lassen. So hatten wir eine super Mischung zwischen Smoothie Bowl und Currys mit Reis. Am Strand hatten wir zum Ende hin auch genau unsere Ecke. Dieses Einleben war irgendwie mal wieder ein tolles Gefühl. Und irgendwie hat es echt gutgetan, die vielen jungen, netten, schönen Menschen mit einem Lächeln im Gesicht zu sehen.













Während wir in Midigama waren sind wir mit dem Bus nach Ahangama und nach Welingama gefahren. Das sind zwei größere Orte rechts und links daneben. Hierzu kann man kurz und knapp sagen, dass uns Ahangama gefallen hat und Welingama nicht. Uns hat Welingama sogar so wenig gefallen, dass wir nur eine Stunde dort waren. Es sah so schrecklich aus, dass wir quasi direkt wieder zurückgefahren sind. Ahangama hat uns eigentlich ganz gut gefallen. Besonders die hippen Cafés und Surfshops haben uns gefallen. Inwiefern das jetzt Sri Lanka war – naja darüber reden wir nicht. Es war auf jeden Fall schön. Mir hat dort dann besonders gefallen, dass sich jemand Gedanken gemacht hatte und jede Ecke gepflegt wurde, was man in lokalen Cafés und Restaurants nicht wirklich sieht.
Mit dem Zug ging es dann am 10. März nach Unawatuna.


Als wir uns das erste mal die Stadt und den Strand dort anschauen wollten wurden wir so dick enttäuscht. Es war einfach das vollkommene Gegenteil zu vorher. Jetzt war der Strand voller Menschen und Liegestühlen. Überall Tourirestaurants mit Karten in tausenden Sprachen. Die Touristen waren dann natürlich auch vollkommen andere. So wurden aus sympathisch jungen Menschen alte, fette Russen, die anscheinend so einen Ruf haben, dass manche Einheimische keine Russen bei sich übernachten oder essen lassen. Zum Glück konnten wir uns noch ein ein kleines schönes Café flüchten, dass nicht so den vibe hatte. Lia konnte sich nach langer Suche endlich ein Buch kaufen und wir konnten uns ein bisschen beruhigen. Die nächsten Tage, die leider schon unsere letzten waren, waren wir dann nicht mehr wirklich im Unawatuna Ort.
An einem Nachmittag waren wir in der Nähe von, Galle selbst Ringe machen – naja so weit man die Ringe selbst machen kann. Die Werkstatt war in einem kleinen Schuppen direkt neben der Wohnung der Familie. Hier konnten wir aussuchen, welche Form und ob oder welche Art von Stein wir haben wollen. Nach dem Aussuchen konnten wir dann noch ein bisschen bei verschiedenen Schritten, wie zum Beispiel beim verformen des Silbers oder dem erhitzen mithelfen. Ich habe mir einen einfachen Silberring mit einer groben Struktur gemacht und Lia einen Ring mit einem Tigerauge in einer bisschen besonderen Fassung.


An einem anderen Tag waren wir in der nächst größeren Stadt – Galle. Galle ist bekannt für ihre Altstadt um den Hafen herum. So sind wir ein bisschen durch die alten Gassen gelaufen und haben uns die Geschäfte und die Häuser angeschaut. Laut Wikipedia war in Galle schon immer viel los: Schon vor der Kolonialisierung waren hier viele Völker, die hier Handel trieben. Zum Beispiel: Perser, Griechen oder Römer bis 1588 dann die Portugiesen später Holländer und dann die Brieten ihr Unwesen trieben.


Einmal haben wir uns doch noch an den Strand getraut. Hier entstand dieses Bild:

Nun hieß es für uns: Abschied nehmen. Unser Flug ging mal wieder mitten in der Nacht, so hatten wir den ganzen Tag noch in Sri Lanka. Und da wir keinen Tag in Colombo verbringen wollten sind wir am Nachmittag erst aus Unawatuna losgefahren. Das war eindeutig die günstigste und schönste Möglichkeit nach Colombo zu kommen.





Von Colombo Hauptbahnhof nahmen wir ein Tuktuk bis zum Flughafen und dann lief eigentlich alles wie immer nur die Reihenfolge war ein bisschen anders – naja ich hatte mein T-shirt fast verloren. Ich hatte mich nämlich im Klo umgezogen und dann das T-Shirt dort vergessen. Beim warten ist es mir dann eingefallen und ich bin schnell zurück. Die Frau bei der Sicherheitskontrolle hatte sich ein bisschen über mich lustig gemacht aber dann auch durchgelassen und so hab ich es dann im Müll im Klo wieder gefunden.

So ging es dann aber kurz vor 23:00 los Richtung Thailand.
Zum Süden Sri Lankas kann ich abschließend sagen, dass es echt schön war. Besonders Midigama und Ahangama hat mir gefallen. Ich habe gemerkt, wie sehr es wichtig ist, dass die richtigen Menschen um einen herum sind. Obwohl man nichts oder nicht viel mit ihnen macht, macht es so viel von der Stimmung aus, welche Menschen sich umgeben. Leider waren jetzt die letzten Tage in Sri Lanka nicht so schön; das war schon ein bisschen traurig.
Jetzt sind wir gerade in Thailand, wo wir auch schon so viel erlebt haben, dass es viel zu erzählen gibt. Mein Ziel ist es morgen Abend endlich mal den Blogrückstand aufzuarbeiten und zu berichten was die letzten vier Tage passiert ist.
Gute Nacht und liebe Grüße Maximilian.

