Hallo Leute! Es gibt wieder neues zu berichten. Yeah!
Jetzt sind wir in Chiang Mai, im Norden von Thailand angekommen. Gerade sitze ich auf der Terrasse von unserem Guesthouse und versuche mal zusammenzufassen, was wir alles in Bangkok erlebt haben. Lia war so lieb und hat sogar extra in Stichpunkten aufgeschrieben, was wir an den Tagen so gemacht haben.
Als wir um 4 Uhr morgens in Thailand gelandet sind, waren wir wirklich vollkommen wo anders. Lia sah so aus:

Die Koffer und das Visum holen ging mir ein bisschen zu schnell, so wussten wir nicht wirklich, wie wir jetzt die Zeit totschlagen. Das funktionierte nur so halb und so haben wir um 7:00 schließlich aufgegeben und haben uns auf den Weg in die Stadt gemacht. In die Stadt kommt man entweder mit dem Taxi, einem Airport-Shuttle oder mit der Metro. Wir haben uns für die Metro entschieden und das war auf jeden Fall die richtige Entscheidung. Wir kamen aus dem Stauen nicht mehr raus. Erstmal liefen wir einen Gang entlang, der auf Stelzen zur Station führte. Währenddessen konnte man durch die Fenster, den Sonnenaufgang und die Massen an Beton sehen. Unten mehrere große Straßen und oben drüber eine fette Metro-Station, die ebenfalls auf Betonstelzen steht.


Um unsere Tickets kaufen zu können mussten wir durch ein Temperturmessgerät. Wir waren natürlich erstmal vollkommen verwirrt aber am Ende hat das dann keinen gejuckt. Unser Tickt konnten wir ganz einfach am Schalter kaufen. Für nicht mal einem Euro pro Person bekamen wir einen Plastikchip mit dem wir durch das Drehkreuz konnten. Vorher mussten wir aber noch durch eine Sicherheitskontrolle, die aber nicht wirklich erst genommen wurde und so wurden wir einfach durchgewunken. Beim Gleis angekommen mussten wir nur noch ein paar Minuten warten und dann ging es Richtung Stadt. In den ersten Momenten hatten wir oft das Gefühl, dass wir in Japan wären: Der Bahnhof war modern und aufgeräumt, wir wurden sogar von einem Beamten angepfiffen, dass wir zurückgehen sollen und in der Bahn hat fast keiner ein Wort gesprochen. Generell waren wir vollkommen überrascht, wie modern vieles war.
Nachdem wir noch ein Mal umsteigen mussten sind wir im Hostel angekommen, haben Geld bezahlt, dass wir führer einchecken können und sind ins Bett gefallen. Die ersten fünf Nächte haben wir uns für ein schickes und modernes Hostel entschieden, beidem man in Kapseln schläft. Besonders unsere Betten und die Bäder waren so toll. Das tat nach den vielen ranzigen Hotels und Gästehäusern echt sehr gut.
Wir schliefen bis 16:00 und dann wollten wir doch noch was erleben und so sind wir mit der Blue-Line eine Station weiter zur Chinatown gefahren. Hier geht abends ganz viel ab. Viele Menschen kommen um sich durch das viele Streetfood durchzufressen, Feiern zu gehen oder shoppen zu gehen. Die Stimmung ist schon ganz schön, aber auch sehr anstrengend. Besonders wir waren, nach dem Flug, vollkommen fertig und deshalb haben wir nur schnell was gegessen, uns die Hauptstraße angeschaut und sind wieder nach Hause in unsere Kapsel.




Ich habe natürlich schon öfter Bilder von der Chinatown in London oder in New-York gesehen, aber jetzt waren wir wirklich unter diesen vielen leuchtenden Schildern; das war krass.
Am nächsten Tag war unser Programm der Weekend-Markt. Der Markt besteht aus sehr wirklich sehr vielen Ständen, beidem man wirklich fast alles kaufen kann. Besonders aber Klamotten, Schmuck, Taschen und Deko. Eigentlich ein bisschen wie ein Flohmarkt nur eben nicht nur Second-Hand-Sachen sondern auch neue Sachen und Selbstgemachtes. Es gab so viele tolle Sachen, dass ich echt froh war nur mit Rucksack da zu sein, sonst wäre ich jetzt arm. Trotzdem haben Lia und ich uns zwei Taschen gekauft und ich habe in einem Laden mit alten Fussballtrikots ein VfB-Trikot gefunden, dass ich natürlich direkt mitnehmen musste. Später waren wir noch in einer Second-Hand-Mall. Hier werden auf fünf Stockwerken Kleidung und Möbel verkauft. Leider habe ich fast keine Bilder gemacht. Die Second-Hand-Mall kann ich euch aber zeigen. Wir sind zuerst in den obersten Stock gefahren, haben etwas gegessen und haben uns dann Stück für Stück durchgearbeitet.


Nach dem Markt und der Vintage-Mall waren wir tot. Unsere Füße und Knie hatten vollkommen weh und wir haben uns auf dem Heimweg gemacht. Es gab noch Essen in einem der bekannten 7Eleven und dann ging’s ins Bett.
Am nächsten Tag haben wir dick verschlafen; wir sind erst um 12 Uhr aufgewacht. Irgendwie war es, weil wir kein Fenster hatten und in den Kapseln geschlafen haben, sehr schwer morgens aufzustehen. Das war ein ordentlicher Minuspunkt bei diesem Hostel.
Nach dem späten Aufstehen sind wir mit dem Boot zum Wat Arun gefahren, ein bekannter Tempel direkt am Fluss. Das war unser erstes Tempelerlebnis in Thailand. Erstmal kann man sagen, dass es echt voll war. So viel, dass es teilweise echt schwierig war sich frei zu bewegen, weil man sonst in Fotos reingelaufen wären. Es waren aber echt erstaunlich viele Menschen von vor Ort da, die in traditionellen Gewändern herkamen und den Wat Arun eher als schöne Fotokulisse angesehen haben. Uns haben vor allem die vielen kleinen Steine an den Wänden gefallen, die dann zum Beispiel zu Mustern oder Blumen wurden. Auch besonders schön waren die vielen Blumen und Bonsaibäume.







Anschließend haben wir das Linienschiff noch ein paar Stationen weiter genommen. Hier haben wir das komplett gegensätzliche Programm gemacht: wir waren in einer Mall, genauer gesagt die ICONSIAM. Das war wirklich die krasseste Mall, die ich je gesehen habe. An der Front zum Wasser hin waren viele Luxusmarken, wie hier im Bild zu sehen:


Weiter drinnen gab es dann auch Läden, bei denen wir uns auch etwas leisten können. Der Laden an sich sah trotzdem natürlich viel besonderer und luxuriöser aus als bei uns in Stuttgart. In den oberen Stockwerken gab es dann noch ein riesiges Kino und viele luxuriöse Restaurants. Ganz oben, zwischen den Restaurants, gab es sogar noch einen Wasserfall. Und es hörte nicht auf: ganz unten gibt es noch ein ganzes Stockwerk nur für Essen. Hier kann man sich entweder durch ganz Thailand oder ganz Südostasien essen, da sind wir uns nicht mehr sicher. Also alles in allem einfach sehr beeindruckend und überwältigend. Nachdem wir unten ein bisschen was gegessen hatten haben wir die Metro zurück in unsere Kapsel genommen und es ging ins Bett.
Da uns am letzen Tag das Bootfahren so gefallen hat haben wir am Vormittag des 18. März eine kleine Bootstour gemacht. Hier kann man entweder ein Schiff für Touristen nehmen oder das ganz normale Linienschiff, dieses haben wir Sparfüchse dann genommen. Wir hatten eine echt tolle Aussicht auf die wirklich vollkommen verschiedenen Seiten Bangkoks trotzdem wurde es immer anstrengender im Schiff. Der Matrose pfeift die ganze Zeit, das Boot schaukelt und alles ist laut. Das besagte Boot sah übrigens so aus:



Unter den fetten Metro-Ständern aus Beton haben wir uns dann von der Bootsfahrt in einem Café ausgeruht.

Danach ging es wieder mit der Metro weiter, diesmal zum Wat Pho. Ich zeige euch mal ein paar Bilder von der Metro.




Der Wat Pho war wirklich unser Tempel-Highlight in Bangkok. Die vielen Touristen haben sich gut über das ganze Gelände verteilt, sodass es echt angenehm und ruhig überall war. Außer dass hier der größte schlafende Buddha ist kann ich nicht viel mehr erzählen. Die Bilder können meiner Meinung viel erzählen:












Am nächsten Tag waren wir erst in einem Park in unserer Gegend, der Lumpini Park. Der Park ist in mitten von Hochhäusern. Es gibt viele Bänke, einen großen See und schöne gepflegte Beete. Auf einer dieser Bänke haben wir unser 7Eleven-Essen gegessen und ganz skeptisch die Werane im Wasser beobachtet.



Anschließend haben wir unser Hostel gewechselt um ein bisschen Geld zu sparen und mal eine andere Gegend kennenzulernen. Bis zum Abend haben wir nur noch gechillt und sind abends dann zu einer Thai-Massage, die Maria empfohlen hatte. Das war toll! Besonders, dass man eine Stunde vollkommene Ruhe hatte. Auf dem Weg zur Thai-Massage sind wir durch eine ganz andere Gegend gelaufen. Die Tage vorher waren wir eher im modern und grossen Teil Bangkoks, hier sind wir dann durch kleine Gassen, an einem kleinen Kanal mit kleinen süßen Häusern an den Seiten gelaufen. Das Leben dort und die Stimmung war vollkommen anders; viel ruhiger und ein größeres Miteinander.



Den nächsten Tag haben wir erstmal getrennt verbracht. Lia war so ganz typisch thailändisch Nägel machen. Mir ging es nicht so gut und deshalb war ich nur im Hostel und habe mich ausgeruht.
Am Abend waren wir auf einem der Hochhäusern in einer Rooftopbar. Die Rooftopbar gehört zu einem großen, teuren Hotel und so waren wir erstmal echt aufgeregt und haben uns gefragt ob wir arg auffallen. Oben angekommen haben wir andere Touristen gesehen, die sich so gar nicht angepasst hatten. Als wir dann sogar gefragt wurden ob wir unser Trinken auf die Rechnung fürs Zimmer haben wollen, waren wir schon ein bisschen stolz auf uns. Alles in allem war es echt toll dort oben. Die Aussicht war grandios; man konnte über einen großen Teil Bangkoks, sowie die große Mall und den Fluss schauen. Auch die Drinks und die Stimmung in der Bar war sehr schön. Und das war schon unser letzter Abend.



Am nächsten Abend ging es dann weiter. Wir haben abends den Zug in Richtung Chiang Mai genommen, sodass wir morgens ankommen. Die Bahnfahrt war mal wieder sehr anstrengend und hart. Wir hätten vielleicht doch lieber viel mehr für das Bett im Zug zahlen sollen. Naja wir sind angekommen.
Unser kleines Fazit zu Bangkok:
Wir waren wirklich vollkommen überrascht. Ich habe mir die Stadt viel weniger entwickelt und modern vorgestellt. Natürlich gibt es auch die einfachen und armen Gegenden in Bangkok aber eben auch eine Vielzahl an ganz anderen Gegenden. Besonders die moderne Metro hatte uns ganz arg gefallen.
Was uns dann sehr schnell aufgefallen ist, ist diese Vielzahl an verschiedenen Arten von Gebäuden, Kulturen und Gegenden. Vom alten Tempel bis zur modernen Mall, von der Chinatown bis zu den hippen Cafés und von den großen teueren Hochhäusern bis zur Holzhütte gibt es alles. Überall passiert ganz viel, was toll und interessant aber auch anstrengend sein kann.
Das Gefühl, dass man so richtig im Leben der Menschen drinnen ist und nicht nur an den Touriorten war sehr toll. Genauso wie, dass wir alles selbst anschauen konnten und keine Tour buchen mussten. Wir konnten einfach in die Metro einsteigen und wo anders aussteigen und schon konnten wir ganz viel erleben und sehen.
Dadurch, dass es hier auch richtige Restaurants und Läden in Malls gibt ist es uns immer schwerer gefallen Streetfood zu essen. Irgendwie haben wir jetzt Angst vor den vielen dreckigen Ständen, obwohl wir doch in Afrika gefühlt bei jedem Loch gegessen haben.

